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Wissmann: Zeit ist reif für einen „Transatlantic Marketplace“

Vor dem Treffen zwischen Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Bush erklärt der Vorsitzende des Europaausschusses des Deutschen Bundestages, Matthias Wissmann MdB:

Angela Merkels Besuch in Washington ist ein wichtiges Signal zu Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und des G8-Vorsitzes: Trotz einiger Konfliktpunkte werden die Gemeinsamkeiten im Vordergrund des Gespräches stehen. Die Botschaft ist einfach, aber grundlegend:  Wir pflegen das, was uns verbindet, und bündeln unsere Kräfte, wo es sinnvoll ist - nicht als Abschottung gegenüber Dritte, sondern als Stärkung nach innen.

Die beiden Wirtschaftsräume Europa und Nordamerika verbindet eine einzigartige Vielfalt von Grundwerten und Prinzipien. Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sind aber noch lange nicht am Ende ihrer potentiellen Entwicklung angelangt.

Der Aufbau eines gemeinsamen transatlantischen Marktes bietet neue umfangreiche Chancen auf ein verstärktes Wirtschaftswachstum und damit einhergehend auf mehr Arbeitsplätze. Eine derart verstärkte Wirtschaftskooperation darf jedoch keinesfalls als protektionistische Maßnahme gegenüber den asiatischen Märkten oder gegenüber Russland angesehen werden. Gerade Deutschland als Exportweltmeister hat weiterhin ein besonders großes Interesse an einem erfolgreichen Abschluss der multilateralen Doha-Runde. Aufgrund ihrer gesamten politischen Grundeinstellung, insbesondere wegen ihrer dezidierten Ablehnung protektionistischer Bestrebungen, wird Angela Merkel diese Botschaft authentisch vermitteln können.

Mit der Doppelpräsidentschaft in der EU und unter den G8-Staaten bietet sich Deutschland die ideale Gelegenheit, gemeinsam mit den transatlantischen Partnern den Grundstein für dieses viel versprechende Projekt zu legen: Die Zeit ist reif für den Startschuss für einen „Transatlantic Market Place“.