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Gesundheitsschutz im Urlaub? – Wissmann informiert über Europäische Krankenversicherungskarte

Wer im Urlaub krank wird und zum Arzt muss, für den ist es meist nicht nur mit Ruhe und Erholung vorbei. Zurück aus dem Urlaubsland folgte zuhause bisher ein komplizierter Papierkrieg, um die Erstattung der Kosten. „Dank einer Initiative der EU wird dies nun anders werden“, erklärt der EU-Ausschussvorsitzende und Ludwigsburger Bundestagsabgeordnete Matthias Wissmann.

„Jeder der in Deutschland gesetzlich krankenversichert ist, hat auch in den übrigen EU-Staaten sowie in der Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein Anspruch auf eine weitgehend unentgeltliche medizinische Versorgung“, erläuterte Wissmann.  Als Versicherungsnachweis reicht in allen Ländern die Europäische Krankenversicherungskarte. „Mit der Europäischen Versicherungskarte werden den Bürgern Kosten für medizinische Behandlungen direkt am Aufenthaltsort oder innerhalb kurzer Zeit nach Ihrer Rückkehr erstattet“, so Wissmann. Was bisher auf Grund der unterschiedlich strukturierten Gesundheitssysteme der Mitgliedsländer komplizierte Anträge nach sich zog, werde nun für den Bürger verständlicher“, sagte der Abgeordnete weiter.

Zu beachten sei jedoch, dass unter die von der Krankenversicherung übernommene medizinische Versorgung nur sofort benötigte Behandlungen fielen. Im Falle der Vorhersehbarkeit und Planung einer Behandlung – beispielsweise einer Kur – sei keine Kostenübernahme garantiert, so der Abgeordnete.

Weiterhin wies Wissmann darauf hin, dass der Patient vor einem Auslandsaufenthalt eine Bestätigung der Kostenübernahme durch seine Krankenversicherung benötige. Jedoch übernehme die Kasse hierbei die Kosten der Behandlung in der Höhe, die in dem entsprechenden Land üblich sei und garantiere dem Patienten somit die bestmögliche Behandlung ohne dadurch ein finanzielles Risiko einzugehen.

Die seit Januar 2006 anerkannte Europäische Krankenversicherungskarte ist in der üblichen Kassen-Chipkarte integriert und durch ein gemeinsames Muster mit europäischem Symbol sofort erkennbar. Krankenversicherungen sind zur Ausstellung der Europäischen Krankenversicherungskarte oder einer provisorischen Ersatzbescheinigung verpflichtet. „Liegt auch keine provisorische Ersatzbescheinigung vor“, erklärt Wissmann, „hat der Betroffene auf Grund des ärztlichen Berufsethos dennoch Anspruch auf eine Behandlung“. Die Tatsache, dass die Karte nicht vorgewiesen werden kann, dürfe sich nicht auf die ärztliche Behandlung auswirken.

„Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte hat die EU einen echten Mehrwert für den Bürger geschaffen“, so Wissmann abschließend.