Home

Wissmann: Handelsbeziehungen zwischen USA und EU auf bessere Basis stellen

Im Rahmen seines Deutschlandbesuches ist der US-Handelsminister Carlos Gutierrez gestern auch mit dem Vorsitzenden des Europa-Ausschusses des Bundestages Matthias Wissmann zu einem intensiven Gespräch zusammengekommen.

Auf der Tagesordnung standen neben den Ergebnissen der WTO-Handelsrunde und der EU-Agrarpolitik auch die Möglichkeiten zur weiteren Intensivierung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU. Dazu erklärt der Vorsitzende des Europaausschusses, Matthias Wissmann, MdB:

Dem sachbezogenen und überzeugenden Auftreten von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Antrittsbesuch in Washington ist es zu verdanken, dass sich die politische Atmosphäre zwischen den USA und Deutschland wieder maßgeblich verbessert hat. Deutschland kann damit seine Position als bedeutendster Ansprechpartner der USA innerhalb der europäischen Staatgemeinschaft stärken. Diese Entwicklung wird sich auch positiv auf die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Deutschlands auswirken.

Nach der Überwindung der Phase der Zurückhaltung muss nun intensiv daran gearbeitet werden, die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und EU auf eine noch bessere Basis zu stellen. Ziel der beiderseitigen Bestrebungen muss der Abbau von Handelshemmnissen zwischen den beiden wirtschaftsstärksten Regionen und eine weitergehende Liberalisierung sein.

Nach dem Vorbild des Europäischen Binnenmarktes sollten diese Liberalisierungsschritte langfristig zu einer transatlantischen Freihandelszone (TAFTA) führen. Fachleute gehen davon aus, dass die EU mehr als 100 Milliarden Euro pro Jahr durch die Liberalisierung der EU-USA-Handelsbeziehungen gewinnen könnte. Dadurch gewänne auch der Arbeitsmarkt in der EU zusätzliche Dynamik. Gleichzeitig könnte die TAFTA der Ausgangspunkt zu einer Neugestaltung und Weiterentwicklung des Welthandelssystems sein und damit auch die Stellung der Entwicklungs- und Schwellenländer maßgeblich stärken.

Die Chance auf eine Forcierung dieses Themas darf die EU und Deutschland nicht ungenutzt verstreichen lassen.