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Wissmann: Deutsch-französische Balance bei EADS muss gewahrt bleiben

Zur Diskussion um die Struktur des EADS-Konzerns erklärt der CDU-Wirtschaftsexperte und Vorsitzende des Europa-Ausschusses des Bundestages, Matthias Wissmann, MdB:

Der europäische Flugtechnikkonzern befindet sich derzeit in einer wirtschaftlich nicht einfachen Phase. Eine Diskussion über den deutsch-französischen Aktionärspakt kommt daher zur Unzeit.

Gerade jetzt ist es angesichts der Äußerungen des französischen Premierministers Dominique de Villepin wichtig, klar zu stellen, dass ohne eine fein austarierte Balance zwischen Frankreich und Deutschland in der Führung des Konzerns dessen Funktionsfähigkeit gefährdet wäre.

EADS ist ein lebendiges Beispiel für die Funktion der deutsch-französischen Beziehungen als Motor der europäischen Integration und wirtschaftlichen Entwicklung.

Die Herausforderungen für die europäische Flugzeugindustrie liegen in der Konkurrenz mit den Wettbewerbern in den Vereinigten Staaten und mit den aufstrebenden Unternehmen in Indien und China. Für innereuropäische Streitigkeiten oder einer Renationalisierung im Sinne eines „Industriepatriotismus“ ist unter dem Druck der Globalisierung kein Raum mehr.